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Was bedeutet Astigmatismus? Ursachen und Symptome erklärt

Astigmatismus ist eine weit verbreitete Sehschwäche, die viele Menschen betrifft, oft ohne dass sie sich dessen bewusst sind. Diese Augenkrankheit kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen, da sie die Sehschärfe auf verschiedene Entfernungen beeinflusst. Betroffene können Schwierigkeiten haben, klare Bilder zu sehen, was sich sowohl auf alltägliche Aktivitäten als auch auf spezielle Aufgaben wie das Lesen oder das Fahren auswirken kann.

Die Ursachen für Astigmatismus sind vielfältig und können sowohl angeboren als auch erworben sein. Häufig tritt diese Sehschwäche in Kombination mit anderen Fehlsichtigkeiten auf, wie Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit. Obwohl Astigmatismus nicht als ernsthafte Erkrankung gilt, kann er unbehandelt zu weiteren Sehproblemen führen.

Es ist wichtig, Astigmatismus frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, um mögliche Komplikationen zu vermeiden. In den folgenden Abschnitten werden wir die Ursachen und Symptome von Astigmatismus näher beleuchten und einige hilfreiche Informationen bereitstellen.

Ursachen von Astigmatismus

Astigmatismus entsteht in der Regel durch eine unregelmäßige Form der Hornhaut oder der Linse des Auges. Normalerweise hat die Hornhaut eine gleichmäßige, runde Form, die es dem Licht ermöglicht, gleichmäßig zu brechen und auf die Netzhaut zu fokussieren. Wenn die Hornhaut jedoch eher oval oder asymmetrisch ist, wird das Licht ungleichmäßig gebrochen, was zu verschwommenem oder verzerrtem Sehen führt.

Es gibt mehrere Faktoren, die zu dieser unregelmäßigen Form beitragen können. Genetische Veranlagung spielt eine entscheidende Rolle, da Astigmatismus häufig in Familien vorkommt. Auch Verletzungen oder Erkrankungen des Auges können die Form der Hornhaut verändern. In einigen Fällen kann Astigmatismus auch durch Erkrankungen wie Keratokonus verursacht werden, bei dem die Hornhaut dünner und kegelförmiger wird.

Darüber hinaus kann Astigmatismus auch nach Augenoperationen oder -verletzungen auftreten. Menschen, die an bestimmten Gesundheitszuständen leiden, wie Diabetes, haben möglicherweise ein höheres Risiko, an Astigmatismus zu erkranken.

Es ist wichtig, regelmäßig Augenuntersuchungen durchführen zu lassen, um mögliche Veränderungen in der Hornhautform frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Symptome von Astigmatismus

Die Symptome von Astigmatismus können von Person zu Person variieren, sind jedoch oft leicht zu erkennen. Zu den häufigsten Anzeichen gehören verschwommenes oder verzerrtes Sehen, sowohl in der Nähe als auch in der Ferne. Betroffene haben möglicherweise Schwierigkeiten, feine Details zu erkennen, was das Lesen oder das Arbeiten am Computer erschwert.

Ein weiteres häufiges Symptom ist das Auftreten von Doppelbildern, die auftreten können, wenn Lichtstrahlen nicht korrekt auf die Netzhaut fokussiert werden. Dies kann besonders frustrierend sein, da es die Konzentration beeinträchtigt und zu Ermüdung führen kann.

Zusätzlich zu diesen visuellen Symptomen berichten viele Menschen mit Astigmatismus von Augenbeschwerden, wie z. B. Augenbrennen oder -jucken. Diese Beschwerden sind oft auf die Anstrengung zurückzuführen, die Augen ständig anpassen zu müssen, um ein klares Bild zu erhalten.

Kopfschmerzen sind ein weiteres häufiges Symptom, das auf Astigmatismus hinweisen kann. Diese Kopfschmerzen treten oft nach längeren Phasen des Lesens oder der Bildschirmarbeit auf.

Wenn Sie eines oder mehrere dieser Symptome bemerken, ist es ratsam, einen Augenarzt aufzusuchen, um eine umfassende Untersuchung durchführen zu lassen.

Diagnose und Behandlung von Astigmatismus

Die Diagnose von Astigmatismus erfolgt in der Regel durch eine umfassende Augenuntersuchung, die verschiedene Tests umfasst, um die Sehschärfe und die Form der Hornhaut zu bewerten. Der Augenarzt kann dabei spezielle Geräte verwenden, um die Brechkraft des Auges zu messen und festzustellen, ob eine Fehlsichtigkeit vorliegt.

Sobald Astigmatismus diagnostiziert wurde, stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die häufigste Methode zur Korrektur von Astigmatismus ist das Tragen von Brillen oder Kontaktlinsen. Diese Korrekturhilfen sind so gestaltet, dass sie die unregelmäßige Form der Hornhaut ausgleichen und ein klares Sehen ermöglichen.

In einigen Fällen kann eine refraktive Chirurgie, wie die LASIK, in Betracht gezogen werden. Bei diesem Verfahren wird die Form der Hornhaut chirurgisch verändert, um die Sehschärfe zu verbessern. Es ist wichtig, sich über die verschiedenen Optionen zu informieren und die Vor- und Nachteile jeder Methode abzuwägen, um die beste Entscheidung für die eigene augenärztliche Gesundheit zu treffen.

Abschließend ist es wichtig zu beachten, dass dieser Artikel keine medizinische Beratung darstellt. Bei gesundheitlichen Problemen oder Fragen zur Augenheilkunde sollten Sie immer einen qualifizierten Arzt konsultieren.